Die touristische Südtürkei kennt kein "Kopftuch-Problem"

Während in westlichen Staaten seit Jahren vehement und teilweise sehr emotionell über die Frage diskutiert wird, ob weibliche Angehörige des muslimischen Glaubens in den öffentlichen Schulen oder am Arbeitsplatz aus religiösen Gründen ein Kopftuch tragen dürfen, wundern sich die Menschen in den touristischen Regionen der Südtürkei nur darüber, dass dieses Thema in Europa für dermassen viel Gesprächs- und sogar Zündstoff sorgt. Derweil in der "westlichen Welt" ein Kopftuch häufig als politische Demonstration betrachtet - und von muslimischen Fundamentalisten auch als solche missbraucht wird - ist es in der touristischen Südtürkei lediglich ein traditionelles, religiöses Symbol oder einfach "Kopfschmuck".                                                 

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Grosse Heimführaktion für gestrandete osteuropäische Touristen

   

Der überraschende Bankrott des grossen türkischen Reiseveranstalters Karya Tour in Antalya und die sofortige Einstellung aller Aktivitäten am 9. Juli 2010 hat fatale Folgen: Allein in der Türkei haben  rund  200 Karya-Angestellte über Nacht  ihren Arbeitsplatz verloren. Tausende von Touristen aus osteuropäischen Ländern wurden aus ihren Hotels gewiesen und viele von Ihnen stehen ohne Rückflug da.

Thomas Cook übernimmt Öger Tours

 

 

 

Thomas Cook übernimmt den Konkurrenten Öger Tours! Die Nachricht erschüttert den deutschen Reisemarkt: Das Touristikunternehmen Thomas Cook übernimmt den türkischen Reiseveranstalter Öger Tours für etwa 30 Mio Euro zu 100 Prozent.  Am Morgen des 12. Juli 2010 ließ Touristikunternehmer Vural Öger diese Bombe platzen.

  

 

 

Die Marke Öger Tours und die Zentrale in Hamburg sollen «in vollem Umfang» erhalten bleiben. Die kartellrechtliche Genehmigung durch die Europäische Kommission ist noch erforderlich. Die Übertragung soll bis September erfolgen. Im vergangenen Geschäftsjahr beförderte Öger Tours 400'000 Passagiere und erzielte einen Umsatz von 256 Mio. Euro. Die Öger Türk Tur GmbH and Vural Ögers türkische Beteiligungen sind von der Transaktion ausgenommen. «Meine Tochter Nina wird weiterhin mit mir unsere Geschäfte in der Türkei leiten.», wird Vural Öger zitiert. 12.07.2010                                                                                              rb

 

 

 Aus Ungarn sind rund 500 Reisende betroffen, die Ukraine International Airways (UIA) setzt allein bis zum 15. Juli 9 (!) Charterflüge an, um Landsleute aus ihrer misslichen Lage zu retten und sie in die Heimat zurückzufliegen. Das Desaster um Karya nimmt gigantische Dimensionen an und hält Konsulate in Antalya im Dauerstress.

Karya Tour war 1999 gegründet worden und hatte sich praktisch ausschliesslich auf den osteuropäischen Markt konzentriert und dort auch eigene Reisebüros eröffnet. Hauptmärkte waren Ukraine, Ungarn, Slowakei, Slowenien, Polen und Russland. Karya Tour hatte im letzten Jahr 120.000 Türkeigäste, davon rund 80.000 aus der Ukraine. 

Für den Türkischen Tourismus ist das bereits der zweite „Katastrophenfall“ in diesem Jahr. Schon im Frühling war die Hotelkette JOY in finanzielle Schieflage geraten und nur dank einer millionenschweren Finanzspritze ihres Hauptkunden zumindest bis auf weiteres am Leben erhalten worden.

Der jetzige Zusammenbruch von Karya hingegen dürfte zu gigantischen Millionenverlusten führen. Viele Hotels, hauptsächlich erstklassige 5-Stern-Häuser, haben sich bereits viel Geld ans Bein streichen müssen, weil sie es von der bankrotten Karya bestimmt nicht bekommen werden. Noch wesentlich schlimmer ist, dass sie jetzt zum Beginn der Hauptsaison auf von Karya reservierten Zimmern sitzen bleiben und diese nun auf dem Last-Minute-Markt zu niedrigerem Preis verhökern müssen. 11.07.2010                                                                                   rb       

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kopftücher gehören im Islam zu den religiösen Symbolen wie anderswo das Kreuz oder der Turban. Sie haben gemeinsam, dass sie nur von von Menschen getragen werden, welche ihre Religion in einfacher oder dann auch in ausgeprägterer Form praktizieren und das auch "nach aussen" kommunizieren wollen. Im Islam ist das noch wesentlich ausgeprägter, als bei westlichen Religionen. Rückschlüsse auf etwaige "Strenggläubigkeit" lässt das allerdings kaum zu.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In der Südtürkei ist der Islam keine "weltfremde" fundamentalistische Angelegenheit

 

In den touristischen Regionen der Südtürkei wird der sich abgrenzende Islam kaum praktiziert. Strenggläubige gehen, wie solche bei anderen Religionen, ihren Ritualen nach. Immer mehr Menschen verschliessen sich aber in keiner Weise den weltlichen "Realitäten". Dass türkische Muslime ausländischen Touristen anbieten, ihnen ihre Moschee von Innen zu zeigen, ist längst kein Ausnahmefall mehr und eine solche Einladung darf als Ehre verstanden werden.                                                            wev

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

„Winter„ Wellness-Ferien sind immer beliebter

Obschon die Südtürkei eigentlich eine typische Badeferien-Destination ist, gewinnt der „Winter-Tourismus“ laufend an Beliebtheit. Das Klima mit bei Sonnenschein ausgeprägt frühlingshaften Temperaturen und vor allem das hohe Niveau der ganzjährig geöffneten, neueren Fünf-Sterne-Hotels mit ihren Alles-Inklusive- Angeboten zu äusserst attraktiven Preisen ziehen immer mehr Touristen und darunter auch viele Langzeit-Urlauber an.

Geschätzt wird vor allem der Komfort in den in den letzten Jahren im Gebiet Lara bei Antalya enstandenen Hotels der Spitzenklasse. Sie liegen direkt am Meer und sind vom Flughafen aus mit sehr kurzen Transfer-Zeiten erreichbar.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Flughafen Antalya: Mit dem Bus zum Bus

Obschon bereits 2007 eingeführt, hat sie sich bei ankommenden Flugpassagieren bis heute noch nicht umfassend herum gesprochen: die Busverbindung vom Flughafen zum Busbahnhof von Antalya zum günstigen Ortstarif.

 

 

 

 

 

 

Wer noch bis vor ein par Jahren nach der Ankunft am Flughafen östlich der Stadt Antalya zum Busbahnhof gelangen wollte, musste sich zwangsläufig einem Taxifahrer anvertrauen, denn der moderne Busbahnhof (Otogar) liegt auf der westlichen Seite der Stadt. Seit 2007 können aber individuell Reisende eine im Stundentakt verkehrende Busverbindung nutzen und so den Ausgangspunkt für die Weiterreise in die verschiedenen touristischen Regionen erreichen.

 

 

 

 

Der Busbahnhof von Antalya ist die eigentliche Drehscheibe des öffentlichen Verkehrs in dieser Region. Der Otogar ist Ausgangspunkt, aber auch Zwischenstation im sehr gut funktionierenden Busnetz im Süden der Türkei, sowohl im Nah-, wie im Fernverkehr.

Ausländische Touristen nutzen diese Verbindungen anfänglich eher zögerlich, weil sie Bedenken haben, sich zurecht zu finden. Einmal erkannt, wie problemlos das System ist, nutzen sie es danach aber immer wieder. Mit der Busverbindung vom Flughafen Antalya ist der Otogar jetzt für ankommende Touristen noch attraktiver geworden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

„Wellness“ wird in diesen Hotels gleich im doppelten Sinne gross geschrieben. „Gesundheit“ und „Wohlergehen“ kann sehr breit interpretiert werden. Die verschiedenen Fitnessangebote und die vielseitigen Möglichkeiten, sich im Wellnessbereich verwöhnen zu lassen, stellen die Gesundheit in den Mittelpunkt. Für viele Gäste sind sie auch ein absolutes „Muss“, weil bei der Vielfalt der Buffets ansonsten zwangsläufig die Gefahr besteht, nicht bloss „Pfunde“, sondern gleich „Kilos“ zuzulegen. Wer sich ausschliesslich der gesunden Ernährung verschrieben hat, kommt in diesen Hotels ebenfalls voll auf die Rechnung.

 

 

 

 

 

 

Während die Hotels ein stets abwechslungsreiches „Innenleben“ pflegen und allein dadurch für einen vielseitigen Aufenthalt sorgen, darf aber nicht ausser Acht gelassen werden, dass die Freiluft-Aktivitäten einerseits noch Wetter abhängig sind und anderseits von den Hotels recht unterschiedlich gehandhabt werden. Das Spektrum reicht von „saisonal angemessen“ bis „dürftig“, ändert aber nichts daran, dass das Preis-/Leistungsverhältnis seinesgleichen suchen muss.                wev

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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