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7000 Jahre Geschichte auf Malta

Die Maltesischen Inseln beherbergen eine der umfangreichsten Sammlungen archäologischer Schätze im Mittelmeerraum. Von der im letzten Jahr wiedereröffneten unterirdischen Tempelanlage - Hypogäum bis zu den rätselhaften Wagenspuren der Clapham Junctions können Besucher von Malta, Gozo und Comino auf den Spuren vergangener steinzeitlicher Kulturen wandeln.

Archäologisches Museum: Das Museum in der Auberge de Provence birgt seltene Sammlungen von Exponaten aus den neolithischen, prähistorischen, punischen und römischen Fundstellen des Archipels.

Grotte und Museum von Ghar Dalam: In dieser großen Höhle fand man die Überreste vieler Tierarten, u.a. von Nilpferden und Zwergelefanten, ein Hinweis auf die ehemalige Landbrücke zwischen Malta, Sizilien und Afrika. Die Höhle diente ebenfalls als Unterschlupf für die ersten Einwohner der Insel, die gegen 5000 v. Chr. auf der Insel landeten.

Die Tempelanlage von Hagar Qim: Dies ist einer der bemerkenswertesten Megalithtempel der Insel, denn aufgrund seiner geographischen Lage bietet er einen beeindruckenden Blick auf das Meer.
Auch die Stärke seiner Grundmauern ist ungewöhnlich. Die Tempelanlage wurde
ca. 3200 v. Chr. erbaut
.

Die Tempel von Mnajdra: Mnajdra liegt ebenfalls an einem außergewöhnlichen Ort mit dem Meer als Kulisse, etwa 500 Meter von Hagar Qim entfernt. Die abgerundeten Zwischenräume der Tempelanlage sowie ihre Kammern und Durchgänge aus Steinen mit so genannten Näpfchenbohrungen beweisen, dass die Baumeister dieser Steinkolosse nichts dem Zufall überließen. Diese Tempel wurden ebenfalls ca. 3200 v. Chr. errichtet.

Hypogäum von Hal-Saflieni: Diese aus dem dritten Jahrtausend stammende Anlage kann gewiss als faszinierendster Tempel des Mittelmeers bezeichnet werden. Der bis zu 11 Meter unter der Erde liegende Höhlentempel stellt einen Fund von unschätzbarem Wert für das archäologische Welterbe dar. Die zahlreichen Knochenfunde deuten auf eine Nutzung dieses unterirdischen Tempels als Grab-, aber auch als Kultstätte hin, da man Altäre und Öffnungen im Boden gefunden hat. In einer der Kammern hat man die berühmte Statue der "Schlafenden Frau" entdeckt, die im Archäologischen Museum von Valletta bestaunt werden kann.

Die Tempel von Tarxien: Dieser aus vier aufeinander folgenden Tempeln bestehende Komplex ist die prunkvollste Anlage der Insel aus der Jungsteinzeit. Ihre Erbauung dauerte von 2700 bis etwa 2000 v. Christus. Hier wurden auch viele Schmuckstücke sowie Gegenstände des täglichen Lebens, Statuetten, Tongefäße und Reliefs mit sehr schönen abstrakten spiralförmigen Motiven gefunden.

Die Katakomben von St. Paul: Die Katakomben bilden eine Ansammlung von Grabstätten, die auf das 4. und 5. Jahrhundert unserer Zeitrechnung zurückgehen. Man kann heute noch kreisförmige Steintische sehen, die von den ersten Christen - den Angehörigen des Verstorbenen - genutzt wurden, um ein Festmahl zu dessen Ehren zu feiern.

Museum für römische Altertümer: Das Museum befindet sich an der Fundstelle einer ehemaligen römischen Villa und beherbergt wertvolle Lampen sowie gläserne und goldene Gegenstände. Die Villa birgt außerdem nahezu perfekt erhaltene Mosaike.

Ggantija: Die Megalithtempel von Ggantija auf Gozo aus der Jungsteinzeit liegen in der Nähe des Dorfes Xaghra. Man schätzt heute, dass sie gegen 3600 v. Chr. errichtet wurden, also noch bevor die erste ägyptische Pyramide (2800 v. Chr.) oder Stonehenge in England (2400 v. Chr.) erbaut wurden. Ihre Steinplatten wiegen mehrere Tonnen und die des Innenbereichs erreichen eine Höhe von sechs Metern. Einer lokalen Legende zufolge soll eine Riesin namens Sunsuna diese Platten auf ihrem Kopf hierher transportiert haben.
                                           pd

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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