

Dabei haben in England die berühmten Seebäder, vor allem diejenigen an der Kanalküste eine lange Tradition. Sie waren lange Zeit Treffpunkt des Adels und der Gutbetuchten und der Baustil vieler Hotels erinnert heute noch daran. Viele der altehrwürdigen Gebäulichkeiten sind längst einer Renovation unterzogen worden und können sich wieder von ihrer schmucken Seite zeigen. „Very British“ präsentiert sich als attraktive Kulisse.
Geblieben ist über alle die Jahre der „Lifestyle“ und wer eben die Eigenart der Briten liebt, wird bestimmt nicht enttäuscht. Wer seinen Aufenthalt am Meer etwas preisgünstiger gestalten will, wählt für seinen Aufenthalt einen der nicht weniger attraktiven aber weniger „mondänen“ Badeorte an der Ostküste.
Badeferien in England: keine „Bieridee“
England steht in keiner Weise im Ruf, eine Badeferiendestination zu sein. Dafür ist das Klima doch etwas zu rauh und die Hauptsaisonzeit ist relativ kurz. „Badeferien Very British“ haben aber ihren ganz besonderen Reiz. Sie gelten bei Kennern als Bade- plus Erlebnisferien.
Kaum jemand räumt England als "Badeferienziel" die höchste Priorität ein und die meisten Briten ziehen Badeferien „im Ausland“ vor, weil sie dank Billigangeboten der Reiseveranstalter für weniger Geld nach Spanien fahren oder gar nach Zypern fliegen können. Bei der jüngeren Generation kommt dabei häufig hinzu, dass sie bei diesen Varianten die wesentlich geringeren Kosten für den Alkoholkonsum mit in ihre Überlegungen einbeziehen.
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Grossbritannien
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London bleibt ein touristischer „Dauerbrenner“
Trotz mit einer gewissen Regelmässigkeit immer wieder auftauchenden Gerüchten über mögliche Terroranschläge bleibt London ein gefragtes Reiseziel. Die Buchungen bewegen sich bereits wieder im "normalen Rahmen". So abgeklärt die Londoner mit den tragischen Ereignissen umgegangen sind, so solidarisch geben sich offensichtlich auch die Touristen. Das liegt wohl auch am ganz besonderen Flair der Themsemetropole.
London stand schon im Mittelpunkt der allerersten Städtereisen- Angebote und hat sich seither zu einem „Dauerbrenner“ entwickelt. Damals waren die Reisen teuer, die Einkaufspreise hingegen ausgesprochen günstig. London war auch ein gefragtes Ziel für sehr attraktive “Shopping Trips“. Obschon sich das doch mittlerweile stark geändert hat, bleibt die Themsemetropole ein beliebtes Reiseziel. Die Reisen sind günstiger geworden und das relativiert, dass London doch eine der teuersten Städte nicht nur Europas ist.
London verdankt die Popularität seinem breiten Spektrum an Attraktionen und dem Unikum, dass sich das kulturelle Angebot nicht mehrheitlich und auch hauptsächlich in Museen und mit Themen aus der Vergangenheit abspielt, sondern parallel auch sehr und absolut gegenwärtig ist. Die Vielfalt an Theater-. Konzert- und nicht zuletzt Musical-Aufführungen allein macht London zu einer ganz besonderen und wirklich abwechslungsreichen „Erlebnisstadt“.

Nach dem Bankrott von Goldtrail und Sun4U muss Grossbritannien innert kürzester Zeit schon die dritte Hiobsbotschaft der Tourismusindustrie hinnehmen. Hunderte von Ferienreisenden in Grossbritannien konnten am 18. August 2010 nicht wie geplant abfliegen und rund 13'000 Touristen an den Ferienzielen mussten zur Kenntnis nehmen, dass die Fluggesellschaft Kiss Flights ohne Vorankündigung ihre Aktivitäten mit sofortiger Wirkung eingestellt hat.
Bankrottwelle bei Niedrigpreis-Reiseveranstaltern
Kiss Flights gehört dem Reiseveranstalter Flight Options, welcher in der Nacht zuvor die Geschäftstätigkeit abrupt beendet hatte. Gemäss Peter Woodman vom „Independent“ sind von diesem Kollaps insgesamt etwa 60'000 Ferienfreudige betroffen, welche ihre Reisen bereits gebucht und bezahlt hatten.
Flight Options verkaufte und organisierte günstigpreisige Ferienreisen nach Griechenland, Ägypten, Türkei und den Kanarischen Inseln. Die Firma trat auch unter den Namen Africa Options, America Options, Canada Options, Caribbean Options, Dubai Options, Elgouna Options, Elgouna Villas and Apartments, Florida Options, Florida Owners Club, Golf Options, Holidayops.com, Orlando Villas Direct, Sportops.com, Travel Options Direct und Travelplus auf.
Die Britische Civil Aviation Authority (CAA) beeilte sich mitzuteilen, dass die Feriengelder der Betroffenen durch den Sicherungsfonds ATOL (Air Travel Operators Licensing) geschützt seien. Mit typisch angelsächsischer Gelassenheit hat sie zuerst versucht, den rund 1’500 an den Flughäfen an der Abreise Gehinderten Alternativlösungen anzubieten. Gleichzeitig hat sie angekündigt, dass die Reisenden im Ausland ihre Ferien fortsetzen und wie geplant zurückfliegen können, weil die CAA die entsprechenden Flüge organisiert und bezahlt.
Wer für einen späteren Reisetermin gebucht hat, ist gehalten selbst nach einer Alternative zu suchen und bei der CAA Kompensation einzufordern. Weil spätestens das bei der britischen Art der Bürokratie viel bis sehr viel Zeit beanspruchen kann, dürfte für machen das Thema Ferien für dieses Jahr abgeschlossen sein. Schaden erleiden dürften auch die Hotels in den Ferienregionen, weil sie mutmasslich auf gebuchten Zimmern sitzen bleiben werden. pd
18.08.2010
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